Kindheit in der DDR

Mit ideologischer Ausrichtung nicht einverstanden…

Für eine studienbegleitende Prüfung einer Studentin im Fach Soziologie an der Universität Flensburg habe ich ihr auf Anfrage im Jahr 2005 zum Thema „Kindheit in der DDR“ folgendes aus meiner Sicht geschrieben:

Krippen

Die wirtschaftliche Situation der DDR war die, dass alle, Männer wie Frauen, arbeiten mussten. „Verkauft“ wurde die Erwerbstätigkeit der Frau als Emanzipation innerhalb der sozialistischen Gesellschaft. Auf Grund dessen mussten während der Arbeitszeit der Eltern die Kinder natürlich „versorgt“ werden. Die DDR-Führung hatte dazu „Kitas“ (Kindertagesstätten) eingerichtet.

Somit konnten junge Mütter nach der Mutterschutzzeit (6 Monate) ihr Kind dort in die sogenannte „Krippe“ geben, um ihrer Arbeit nachgehen zu können. Die Öffnungszeiten der Krippen waren von 06.00 Uhr bis 18.00 Uhr.  Die Führung der DDR hat damit zwei Ziele verfolgt: 

– genügend Kindernachwuchs
– Kinder gemeinsam ideologisch beeinflussen und gemeinschaftlich erziehen 

Dafür wurden in allen Ortschaften der DDR die Voraussetzungen durch  „Kitas“ geschaffen. Wer dem nicht folgen wollte, hat sein Kind bzw. seine Kinder in den ersten 3 Jahren – denn erst dann konnten die Kinder den Kindergarten besuchen – zu Hause erzogen, entgegen der ideologischen Beeinflussung. Das war möglich, aber wesentlich anstrengender, da die Mutter für diese Zeit eben auch zu Hause bleiben musste. Später wurde es möglich, dass auch der Vater die Elternzeit für Kinder in Anspruch nehmen konnte. 

Wir als Pfarrfamilie waren mit der „ideologischen Ausrichtung“ für die Kinder nicht einverstanden und haben unsere Kinder nicht in die Kinderkrippe gegeben, sondern diese selbst 3 Jahre lang zu Hause erzogen.
Es bestand darüber hinaus die Möglichkeit, die Kinder stundenweise bei privaten Tagesmüttern abzugeben, um z.B. das Studium zu beenden oder im Arbeitsprozess bleiben zu können. Dieses Angebot haben wir auch für unsere Kinder in Anspruch genommen. 

Ich selbst bin von meiner Mutter die ersten drei Jahre lang zu Hause betreut und erzogen worden. Danach haben sich meine Eltern entschieden, mich in den einzigen katholischen Kindergarten zu geben. Im Umkreis von 10 bis 20 km gab es sonst nur die Möglichkeit in einen sozialistischen Kindergarten zu gehen. 

Die Großbetriebe der DDR hatten zusätzlich die Auflage erhalten, Betriebskindergärten einzurichten. Diese wurden von den Mitarbeitern entsprechend genutzt. Für Mütter, die im Schichtbetrieb tätig waren, sind sogenannte „Wochenkrippen“ eingerichtet worden. Dort sind die Kinder die ganze Woche über betreut worden und nur am Wochenende nach Hause gekommen. 

Kindergärten

Von der Kindergrippe ging es nahtlos in den Kindergarten über, das selbe Gebäude und oftmals die selben Erzieherinnen. Mit dem Kindergarten begann auch verstärkt die ideologische Ausrichtung. Aber es gab auch die Möglichkeit, Kinder nach dem Mittagessen abzuholen, wenn Eltern die Möglichkeit dazu hatten. Ansonsten blieben die Kinder von 6.00 Uhr bis Nachmittag gegen 17.00 Uhr dort. 

Wir haben unsere eigenen Kinder erst im staatlichen Kindergarten von 08.00 Uhr bis einschließlich Mittagessen betreuen lassen. Es war uns wichtig, sie in den Kindergarten zu geben, damit sie ein Gemeinschaftsgefühl mit anderen Kinder – noch dazu aus dem eigenen Dorf – erleben konnten. 

Sozialistische Feste, die natürlich auch im Kindergarten gefeiert wurden, sind unsererseits  nicht mit getragen worden. Wir waren in der guten Lage, kirchliche Feiertage zusammen mit den Kindern und der Gemeinde gestalten zu können. Das konnten aber nicht alle Eltern so erleben, deshalb haben viele beides mitgestaltet, die kirchlichen Feiertage und auch die sozialistischen Feiertage: z.B. Tag der Republik, 1. Mai, Tage der Waffenbrüderschaft, Internationaler Frauentag, Tag der Befreiung vom Faschismus, usw..

Kindergarten Crock 1988

Kindergarten Crock 1988

Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass Kinder, die im Kindergarten ganztägig erzogen wurden keinen Mangel an familiärer Geborgenheit erleiden mussten, sondern sich in der Gemeinschaft wohlgefühlt haben. Anschließend zu Hause wurde wenig mit ihnen unternommen. Eltern kamen geschafft von der Arbeit. Die Kinder wurden dem „Selbstlauf“ überlassen. Ein wichtiges Moment bei diesem Selbstlauf war natürlich das Fernsehen. Hier wurde sich nach der ganztägigen „sozialistischen Erziehung“ den „West-Programmen“ (ARD und ZDF) zugewandt. 

Die Kindertagesstätten waren nicht optimal ausgestattet, dafür aber personell gut besetzt. Das zur Verfügung stehende Spielzeug war meistens aus PVC (Plastik) und wenig einfallsreich. Wenn den Kindergärten seitens des Staates Spielzeug zugeteilt wurde (ab und zu gab es auch Holzspielzeug) handelte es sich meistens um Militärspielzeug, z.B. einen LKW mit Soldaten und einem Flaggeschütz aus Holz. Im Zuge der gemeinsamen Waffenbrüderschaft wurde dieses Spielzeug besonders gern von Kindergärtnerinnen zu bestimmten „Waffenübungen“ im Spielzimmer eingesetzt. 

Bei einem Elternabend, an dem überwiegend Mütter teilnahmen, wurde über die Anschaffung von neuem Spielzeug gesprochen. Auf meine Rückfrage, wie denn dieses Spielzeug aussähe und ob man es mir einmal zeigen könnte, holten die Kindergärtnerinnen voller Stolz einen Militärtransporter mit Soldaten, ein Flaggeschütz und eine Gulaschkanone (alles aus Holz) aus dem Nachbarzimmer. Man war stolz darauf, dieses Spielzeug zu besitzen. Gleichzeitig gab es zwischen Polen und der DDR das Manöver „Schneeflocke“. Das Spielzeug passte dazu sehr gut – äußerten die Kindergärtnerinnen. Auf meine Frage hin, ob die Kinder schon verstehen, was dort läuft, beantworteten sie dieses mit „ja“. Nach nochmaligen Rückfrage, ob sie denn den Kindern auch erklären würden, warum Deutsche angeblich auf Polen schießen, so wie im Manöver Schneeflocke dargestellt, äußerten sie ihr Unverständnis darüber, dass ich wohl kein Holzspielzeug leiden könnte. 

Ein paar Tage später wurde ich durch den Rat des Kreises, Abtl. Inneres,  zu einem Gespräch eingeladen, in dem der zuständige Kirchensekretär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) mich auf dieses Gespräch hinwies und darum bat, hinsichtlich der Friedensdiskussionen ein anderen Standpunkt einzunehmen. 

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass eine nicht anwesende Mutter, die auch gleichzeitig Staatsbürgerkundelehrerin an der Ortsschule war, sich vom Elternabend im Kindergarten erzählen ließ und daraufhin eine Anzeige beim Rat des Kreises über meine Person veranlasste. 

Der Kindergarten arbeitete gezielt auf den Schulunterricht zu. Das letzte Kindergartenjahr war daher ein Vorbereitungsjahr für die Schule und für alle Kinder in diesem Alter Pflicht. 

Schulen

In der DDR gab es im allgemein bildenden Bereich zwei Schulformen: 

a) POS (Polytechnische Oberschule)
b) EOS (Erweiterte Oberschule) 

Alle Kinder mussten von der ersten bis zur achten Klasse in der POS verweilen. Ab der achten Klasse wurde dann zwischen POS und EOS unterschieden. Kinder, die  überdurchschnittlich gute Zensuren hatten, wurden ab der 8. Klasse auf die EOS delegiert. Dort konnten sie nach dem zwölften Schuljahr ihr Abitur ablegen. 

Bei der Delegierung zur EOS wurden insbesondere Kinder von Arbeiter- und Bauernfamilien bevorzugt sowie männliche Schüler, die sich verpflichtet hatten, 3 Jahre lang ihren Armeedienst in der NVA (Nationale Volksarmee) zu leisten. Kinder von Pfarrern, kirchlichen Mitarbeitern, Selbständigen oder sogenannter „Intelligenz“ wurde der Zugang zur EOS auf direktem Wege erschwert und auch massiv verweigert. 

Für Christen gab es Umwege, z.B. Abitur mit Facharbeiterbrief. Das bedeutete, 1 Jahr länger in die Schule gehen zu müssen, dann aber auch einen Facharbeiterabschluss zu haben. Die Möglichkeit auf der Abendschule das Abitur zu machen oder in kirchlichen Einrichtungen ein kirchliches Abitur (z.B. Naumburg) nur für den Studiengang Theologie zu erwerben. Die letztgenannte Abiturform wurde staatlich nicht anerkannt. Die anschließende Weiterführung des Studiums zum Theologen konnte man nur mit dem zweiten Ausbildungsweg wählen, der bis heute keine Anerkennung seitens des Staats erhalten hat.

Mit der Einschulung in die Grundschule wurden die Eltern überredet ihr Kind bei den „Jungen Pionieren“ anzumelden. Einmal wöchentlich gab es einen Pioniernachmittag, den die Kinder zum Teil in Pionierbluse und Halstuch gestalteten. 

Wir haben unsere Kinder nicht bei den Pionieren angemeldet, weil wir dies aus ideologischen Gründen nicht wollten. Auf Grund dessen durften unsere Kinder mittwochs nicht am Pioniernachmittag teilnehmen. Schon nach kurzer Zeit haben die Klassenkammeraden unserer Kinder  um den freien Nachmitttag jeweils am Mittwoch beneidet. Bei den Pioniernachmittagen, so stellte sich heraus, war nämlich nie etwas los. Es war langweilig. 

Jeden Morgen wurden die Schüler mit dem Pioniergruß  – Lehrerin:„Seid bereit – Schüler: Immer bereit“ – in der Schule empfangen. Dazu mussten die Schüler hinter dem Stuhl stehen und die Hand wie eine Flamme über dem Kopf halten. Unsere Kinder, die nicht bei den Pionieren waren, wurden aufgefordert, sich an diesem Pioniergruß nicht zu beteiligen. Durch die Lehrerin wurde dieser „genüsslich“ Morgen für Morgen wiederholt. 

„Jungpionier“ war man von der ersten bis zur vierten Klasse. Von der fünften bis siebten Klasse wurde man dann Thälmannpionier. Ab der achten Klasse ist man dann in die „Freie Deutsche Jugend“ (FDJ) aufgenommen worden. Man erhielt ein blaues Hemd mit dem Emblem der aufgehenden Sonne und den drei Buchstaben „FDJ“ auf dem Ärmel. 

Unsere Kinder wurden weder Pioniere, noch FDJ-ler. Zu Beginn litten sie etwas darunter, da angeblich bei den Pionieren mehr los war als zu Hause. Aber sie merkten sehr schnell, dass die Veranstaltungen sehr einseitig abliefen und später waren Sie froh, nach der Schule nach Hause gehen zu können und ihre Nachmittage selbst oder mit uns als Eltern gestalten zu können. 

Christliche Eltern, Pfarrer oder kirchliche Mitarbeiter hatten kaum Möglichkeiten im Schulalltag mitzuwirken, da es beim Staat eine interne Richtlinie gab, die besagte, dass man kirchliche Leute nicht in den entsprechenden Gremien der Schule sehen möchte. Z.B. hatte ich mich als Elternaktivmitglied beworben. In einer öffentlichen Elternversammlung wurde mitgeteilt, dass Herr Ziegner sowieso nicht für die Friedenserziehung ist und er somit nichts im Elternaktiv der Klasse zu suchen hat. Dies wurde von den anderen Eltern aus Angst vor irgendwelchen staatlichen Repressalien stillschweigend zur Kenntnis genommen. 

Dadurch, dass unsere drei Kinder an der POS Crock nicht zu den Pionieren und den FDJ-lern  gehörten, wurde in drei Schulklassen die 100%-Nichtmitgliedschaft erreicht. Dagegen wurde seitens der Schulleitung persönlich etwas unternommen. Der Schulleiter ordnete an:  den Pfarrer nicht mehr zu grüßen. 

Auf Grund dessen gab es auch sehr wenige Gespräche zwischen den Lehrkräften und uns als Pfarrfamilie. Auch bei privaten Anlässen zog man sich auch auf die offizielle Linie zurück. 

Von Schule zu Schule war das oftmals auch anders. Es gab natürlich auch Direktoren, die selber „versteckte“ Christen waren und Kontakt zu Christen aufrecht erhielten. Ebenso haben natürlich auch christliche Eltern Kontakt zu christlichen Lehrern gesucht und umgekehrt. 

Meine Mutter, Deutschlehrerin, ist nie aus der Kirche ausgetreten. Jedoch durfte sie  als praktizierende Christin und als Klassenlehrerin ihre Schulklasse zu der alljährlichen Fahrt zum Konzentrationslager Buchenwald nicht begleiten. Ein „gestandener SED-Lehrer“ musste die Schulklasse begleiten. 

Auch der Schulleiter in der POS Crock hatte durch die besondere Lage der Schule gegenüber dem Pfarrhaus alle augenscheinlichen Vorgänge, die vor dem Pfarrhaus abliefen entsprechend weitergemeldet. Oftmals kamen Anrufe vom Bürgermeister oder dem Rat des Kreises: wer hält sich im Pfarrhaus auf, wem gehören die Autos vor dem Pfarrhaus usw..

Die POS und auch die EOS waren politisch „rot“ gefärbt. Schulbücher, Wandzeitungen, Fibeln, Unterrichtspläne, Lehrpläne, Abiturfragen richteten sich an der zu gestaltenden sozialistischen Gesellschaft aus. 

Eine Hauptprüfungsfrage in Staatsbürgerkunde war z.B.: Wann ist das Wohnungsbau-programm der DDR erfüllt? Die Antwort sollte nur lauten: 1990! Und wir waren so kurz davor, das Wohnungsbauprogramm zu erfüllen. 

Das wichtigste Fach in der Stundentafel war „Staatsbürgerkunde“. Hier wurden besonders geschulte Sozialisten, Chefideologen der Schule, eingesetzt. Diese haben dann versucht, die Zielrichtung des Sozialismus in der Schule und auch in den einzelnen Klassen voranzutreiben. Jedoch scheiterte ihr Vorhaben oftmals an der Trägheit der Klassen und verschiedener Lehrkräfte, die ihren Job zwar erledigten, sich aber weitestgehend ideologisch heraushielten. 

In den letzten 15 Jahren der DDR wurden verstärkt Klassenlehrer dazu verpflichtet, allen Jungen die 3-jährige Armeezeit „schmackhaft“ zu machen. Daran wurden z.B. ein Studienplatz gebunden oder andere Vergünstigungen in Aussicht gestellt. Es gab in der neunten und zehnten Klasse das Unterrichtsfach „Sozialistische Wehrerziehung“. Kinder der Schule, die zu Hause christlich erzogen wurden und Eltern, die sich diesem Diktat nicht unterwarfen, hatten es sehr schwer. Es kostete viel Kraft im Schulalltag zu bestehen und die  eigene Meinung durchzuhalten. 

Es kostete auch uns als Eltern viel Überredungskunst und Kraft, den einmal eingeschlagenen Weg mit den Kindern durchzuhalten. Bei Auszeichnungen oder sonstigen Anlässen wurden grundsätzlich unsere Kinder nicht erwähnt bzw. nicht gefördert. 

Beim wöchentlichen Fahnenappell auf dem Schulhof mussten unsere Kinder in der letzten Reihe stehen, um nach Außen deutlich zu machen, dass sie Außenseiter sind. 

Die POS in Crock trug den Namen „Juri-Gagarin-Schule“. Sie verehrte den ersten Kosmonauten Juri Gagarin. Für ihn hatte man ein Denkmal auf dem Schulhof, der am 12. April eines jeden Jahres entsprechende geehrt wurde. 

Wir haben unseren Kindern die Geschichte von Juri Gagarin erzählt und ihnen deutlich gemacht, dass dieser Mensch nicht in dieser Art und Weise geehrt werden muss. Für die anderen Kinder war es ein Höhepunkt im Schuljahr, da eine vom Hausmeister gebastelte „Sojus-Kapsel“ aus Holz, Pappe und Metall auf den Schulhof gestellt wurde und jeder Schüler sich mit einem Sturzhelm auf dem Kopf dort einmal hineinsetzen durfte. Unsere Kinder wurden daran nicht beteiligt. Gott sei Dank!

Gedenkfeier Juri Gagarin

Gedenkfeier Juri Gagarin mit „Altar“

Von Beginn der ersten Klasse an wurde im Sportunterricht besonders darauf geachtet, neue Talente für die Olympia-Bewegung zu finden. Da wir als Eltern wussten, was auf die Kinder zukommt, wenn sie sportlich sind, haben wir versucht – und das mit Erfolg – unsere Kinder nicht zu „Sportbegeisterten“ werden zu lassen. 

Andere Klassenkammeraden, die sich nun gerade dem Sport verschrieben hatten, auch mit dem entsprechenden Druck durch das eigene Elternhaus, sind dann ab einer bestimmten Klasse auf die Sportschule gegangen, die immer mit einem Internat verbunden war. Die Kinder waren die Woche über dort und haben Sport und Schulunterricht den ganzen Tag über gehabt. Dort wurden sie  „getrimmt“, um festzustellen, ob sie „olympiatauglich“ sind oder nicht. 

Von einer relativ großen Auswahl zu Beginn der Schulzeit blieben im Laufe des Jahres nur wenige übrig, die die Sportschule bis zum Ende der zwölften Klassen erreicht haben. 

Kinder, die diese Sportschule nicht geschafft haben, mussten wieder in die alte Schule zurück und wurden dort oftmals gehänselt über ihre schwachen Leistungen auf der Sportschule, denn der Staat hat dafür letztendlich sehr viel investiert. 

Im Grunde genommen haben wir als Eltern mit unseren Kindern nichts anderes gemacht als das, was meine Eltern mit mir gemacht haben – auch im christlichen Sinne erzogen und das „Übel“ sozialistischer Schulbildung in Kauf genommen. 

Horte

Schulische, außerschulische und andere Förderformen wurden im Hort mit den Schülern veranstaltet, da dieser Zeitraum von 13.00 – 17.00 Uhr weitestgehend von 90% der Schüler besucht wurde. 

Unsere Kinder haben den Hort nicht besucht, da wir zu Hause waren und haben dort nachmittags mit unseren Kindern selbst etwas veranstaltet (Hausaufgaben erledigt, usw.). Die Falschheit der Bevölkerung kam dann immer ab 18.00 Uhr zum Vorschein, wenn nach dem „gelungenen sozialistischen Alltag“ man sich gemeinsam vor den Fernseher setzte und sich vom „Westen einnebeln“ ließ. Mit dieser Zwiespältigkeit haben wir ja eigentlich recht gut die 40 Jahre überstanden aber ich denke, wir sind froh, dass es nun endlich vorbei ist und wir ordentliche Rahmenbedingungen für die Ausbildung und Erziehung von Kindern haben?

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