Crocker Friedhof

Grabsteine aus vergangenen Jahrhunderten

Südwand Sakristei

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts musste der Friedhof an der Crocker Kirche weit vor den Friedhofsmauern neu angelegt werden. Es galten neue Hygienegesetze. Trotzdem sind bestimmte Grabsteine bis heute erhalten geblieben, weil diese der Kirchgemeinde etwas bedeutet haben. So auch an der Südwand der Sakristei. Der rechte Grabstein soll dabei Jahrhunderte alt sein. Die beiden anderen sind gut erhalten.

Südwand Sakristei

Südwand Sakristei, St. Veits-Kirche Crock (Foto JZ)

In der Umfriedungsmauer von Friedhof und Kirche war ebenfalls ein Stein fest verankert. Im Volksmund der „3-Weiber-Stein“. Jedoch konnte mir keiner sagen, was es damit auf sich hatte. Der Grabstein wird seit 1758 in der Kirchenmauer aufbewahrt.

"3 Weiberstein"

„3 Weiberstein“ (Foto JZ)

Im Kopf des Grabsteins deutlich lesbar: 3 Weiber. Seit Jahrhunderten an derselben Stelle und so gut lesbar. Es muss ein besonderer Stein gewesen sein, der allen Wettern trotzte. Zur großen Renovierung 1985 hatte ich beschlossen, diesen besonderen Grabstein in der Kirche an gut sichtbarer Stelle anzubringen und somit weiter zu erhalten. Beim Herauslösen aus der Kirchenmauer stellte ich fest, daß auch die Rückseite beschrieben war. Nach dem Lesen dieses Inschrift, war auch das Rätsel um den „3-Weiber-Stein“ gelöst.

„Daneben liegt auch begraben deren im Leben liebgewesene 3. Ehefrau, Frau Anna Margaretha, eine geborene Reschin, von Oberlind gebürtig, mit welcher er 1726, den 13. Juli in der Kirche zu Schwartzbach copulieret woselbst sie als Köchin in den hochadl. Schloß gestanden. 1785, den 26. März ist sie nach 8 tägiger Krankheit seelisch verschieden. Ihres Alters 57 Jahr und 4 Mon.“

Kriegerdenkmal 1. Weltkrieg

Kriegerdenkmal 1. Weltkrieg, St. Veits-Kirche Crock (Foto JZ)

Die Gedenktafeln sind nach 65 Jahren durch eindringendes Regenwasser aus der Kirchenwand gefallen. Diese wurden nicht wieder eingesetzt. Die politische Gemeinde hat vor der Kirchenmauer einen Gedenkplatz mit neuen Gedenktafeln eingerichtet. Die trauernde Mutter wurde jedoch vor dem Kircheneingang aufgestellt.

Trauernde Mutter, 1. Weltkrieg

Trauernde Mutter, 1. Weltkrieg

Grabstein Wally Schwab 1931

Grabstein Wally Schwab 1931, Friedhof Crock (Foto JZ)

Die Pfarrfrau Wally Schwab, geb. Johnson war mit dem Ortspfarrer August Schwab verheiratet. Wally Schwab stammte aus Reval (heute: Tallin) in Estland und kam als Flüchtling mit Schwab nach Deutschland. Sie starb im Wochenbett und ihr 3. Kind Vera folgte nur ein Jahr später.

Grabstein Ingeborg Forsmann (1904-1935), Kirchgelände Crock.

Grabstein Ingeborg Forsmann (1904-1935), Friedhof Crock (Foto JZ)

Frau Ingeborg Forsmann war die Cousine von Wally Schwab und wohnte mehrere Jahre mit im Pfarrhaus Crockbevor sie 1935 in Erlangen verstarb. Frau Forsmann spendete die Wasserleitung und den Wasserbrunnen im alten Friedhof Crock.

Engel

Engel (Foto JZ)

Die Reste dieses Grabmals haben wir beim Arbeiten an der Kirchenmauer der St. Veit-Kirche in Crock 1987 im Boden gefunden. Es steht jetzt am Eingang zur St. Veit-Kirche.

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