Reportage in der „taz.die tageszeitung“ (2009)

Der Mauerfall in der DDR-Provinz

„Im Süden der DDR-Republik liegt das kleine thüringische Dörfchen Crock. 1.200 Einwohner. Ein Konsum, eine Kirche, vier Kneipen. Tiefste Provinz. Und irgendwie fast vergessen. Schließlich trennte schon in fünf Kilometern Entfernung der Todesstreifen Regime und Freiheit. Irgendwie arrangierte man sich damit. Doch der ein oder andere träumte weiterhin heimlich davon, einfach einmal „rüber“ zu gehen. 
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Postkarten von Crock

Werbung für den Urlaubsort

Schwimmbad Crock

Für das zweitgrößte Erholungsgebiet der DDR im Thüringer Wald gaben die Crocker Postkarten interessante Einblicke in den Alltag. Von der Bank-Otto-Ruh über das Waldschwimmbad Crock bis hin zum Crocker Gasthof „Zum Grünen Baum“. Eigentlich brauchte man keine Werbung für Urlauber, auch nicht im Kreis Hildburghausen, da alle Urlaubsplätze über den FDGB ( Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) vergeben wurden. Die Vermieter hatten damit langfristige Belegungen, Jahr für Jahr. Und keinen Platz für „Spontanurlauber“. Jedoch wollten die Urlauber auch mal eine Karte nach Hause schreiben und so sind diese Postkarten im Laufe der Jahre entstanden. Weiterlesen

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Kriegsgräber in Crock

Gedenken an vier tote Soldaten

Kriegsräber, Alter Friedhof Crock, vor 1990

Kriegsräber, Alter Friedhof (1990)

In Crock sind im II. Weltkrieg vier Soldaten gestorben. Jedoch nicht in Kampfhandlungen. Die Gräber wurden durch die politische Gemeinde bis zur Wende gepflegt. Nach 1990 übernahm dann die Kriegsgräberfürsorge diese Aufgabe, indem sie das Geld zur Pflege der Gräber gab. Die Gräber wurden daraufhin neu angelegt (siehe Foto von 2017). Wie die Soldaten gestorben sind … darüber wurde nie Genaues erzählt.  Weiterlesen

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Crocker Friedhof

Grabsteine aus vergangenen Jahrhunderten

Südwand Sakristei

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts musste der Friedhof an der Crocker Kirche weit vor den Friedhofsmauern neu angelegt werden. Es galten neue Hygienegesetze. Trotzdem sind bestimmte Grabsteine bis heute erhalten geblieben, weil diese der Kirchgemeinde etwas bedeutet haben. So auch an der Südwand der Sakristei. Der rechte Grabstein soll dabei Jahrhunderte alt sein. Die beiden anderen sind gut erhalten. Weiterlesen

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Spende von Ingeborg Forsmann

Wasserleitung statt Wassereimer

Damit Wasser zum Gießen auf dem Crocker Friedhof nicht immer vom Dorf hoch auf den Irmelsberg getragen werden musste, hatte Frau Ingeborg Forsmann (1904-1935), die mit der Pfarrfrau Wally Schwab aus dem Baltikum nach Crock gekommen war, mit ihrer Spende eine Wasserleitung vom Dorf auf den Irmelsberg ermöglicht. Das Wasser wurde in einen Hochbehälter hinter der Kirche gepumpt. Dazu hatte man einen Brunnen zur Wasserentnahme bauen lassen. Weiterlesen

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Crocker Frauenkreis (Gustav-Adolf-Werk)

Unterstützung für Wolgadeutsche

Der Crocker Frauenkreis des Gustav-Adolf-Werks wurde von Pfarrer August Schwab mit Amtsantritt 1924 gegründet. Schwab selbst war Wolgadeutscher und nach Deutschland geflohen. Er wurde am 10.11.1894 in Wiesenmüller (Wolgakolonie) geboren. Schule und Studium absolvierte er in Katharinenstadt an der Wolga, Reval, Dorpart und Berlin. Während des Ersten Weltkriegs verbrachte er eine Zeit in Ostrussland / Westsibirien. Von dort aus floh er nach Deutschland. Von 1919 bis zum Sommer 1923 unterrichte Schwab Religionsunterricht in Berlin und war gleichzeitig Vorsitzender des Vereins der Wolgadeutschen. Weiterlesen

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Pfarrer Goepfert in Crock

Ein eindrucksvoller Vorgänger

Pfarrer Immanuel Ferdinand Goepfert aus Herpf war von 1896-1924 Pfarrer in Crock. Von ihm wurden mir am Stammtisch immer wieder Geschichten aus seinem Pfarrhausleben erzählt, so dass ich dachte, das ist gestern passiert. Er muss eine sehr eindrückliche Person gewesen sein. Weiterlesen

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Glockenabgabe Kirche Crock (II. WK)

Großes Geläut verstummt für Jahre!

Im II. Weltkrieg mussten leider auch die zwei großen Glocken aus dem Geläut der Crocker Kirche abgegeben werden. Erst in den 50ger Jahren wurde dieses Geläut mit neu gegossenen Glocken wieder ergänzt. Hier habe ich drei Archivbilder gefunden, die die abgehängten Glocken und die Arbeiter zeigen. Weiterlesen

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Buchveröffentlichung „Ich will Bauer werden“ (2015)

Die Geschichte meines Vaters

„Christoph Ziegner war von 1944 bis 1946 mit sehr jungen Jahren als Inspektor/Verwalter auf der Domäne Neufrankenroda in Thüringen. Als Ziegner 1944 seinen Dienst antrat, war Neufrankenroda noch eine Pachtung der Firma Meyer, einem großen landwirtschaftlichen Betrieb und Saatzuchtunternehmen mit Hauptsitz im benachbarten Friedrichswerth. Weiterlesen

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Aus der DDR-Stasiakte (1985)

Die Protokolle zur Kirchweihe

In Vorbereitung der Rekonstruktionsmaßnahmen wurden durch den Pfarrer Z i e g n e r und den Kirchenvorstand aus Crock intensiven Aktivitäten ausgelöst. Das Hauptanliegen des Pfarrers mit dieser Maßnahme bestand in der weiteren Gewinnung von Bürgern und deren Einbeziehung in das kirchliche Geschehen. Als Voraussetzung dafür sieht er eine attraktive Kirche und Pfarrhaus. Weiterlesen

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Renovierung der Crocker Kirche (1985)

Tausche Westprodukte gegen Baumaterial

Die Crocker Kirche wurde in kürzester Zeit renoviert und sie wurde auch zu Ende renoviert, was viel Nerven und Kraft gekostet hat. Die Innenrenovierung hatte ein halbes Jahr gedauert und immer wieder fehlte irgendetwas, was dann schnell besorgt werden musste. Ob das die 100 Deckenleuchten waren, das Gold für die Kanzel oder die Heizstrahler für die Bänke: Dank dem Westgeld in der Kollekte, dem Westkaffee und den Westzigaretten war in der DDR plötzlich einiges möglich. Weiterlesen

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Einzug ins Pfarrhaus Crock (1980)

„Ich alt Haus – halt noch lang aus“

1574 wurde das Crocker Pfarrhaus gebaut, nachdem die Gemeinde evangelisch wurde. Es wurde am Dorfrand errichtet, nahe der Kirche, die 200 Meter entfernt auf dem alten Tingplatz der Kelten 1489 eine ältere Holzkirche ablöste und 50 Meter höher als der Ort Crock liegt. 1980 sind wir als neue Pfarrfamilie in das Crocker Pfarrhaus gezogen. Drei Jahre stand dieses wunderschöne alte und ehrwürdige große Haus leer. Es hatte sich kein Pfarrer gefunden. Mehr durch Zufall sind wir auf diese Pfarrstelle gestoßen. Das ist unsere Geschichte vom Einzug: Weiterlesen

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NDR-Interview zum Mauerfall-Jubiläum (2009)

Was ist aus unseren Träumen geworden?

Kurz vor der Sendung „NDR-Redezeit“ am 9. November 2009 wurde ich angerufen, ob ich als Interviewpartner zum Thema Mauerfall vor 20 Jahren zur Verfügung stehe. Gern habe ich zugesagt. Obwohl es keine Feiertag geworden ist, wollte man über Empfindungen und Erlebnisse sprechen. Ebenso den Frage nachgehen, was ist aus der Euphorie und den Erwartungen von damals geworden? Hier eine gekürzte und bebilderte Aufzeichnung der Sendung. Weiterlesen

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Papst in Erfurt (2011)

Unser Nachbar: Papst Benedikt XVI.

2011 war Papst Benedikt XVI. in Erfurt zu Gast. Eine Woche lang befand sich die Stadt im Ausnahmezustand. Es war einfach spannend, das alles zu beobachten. Da wir nur 100 Meter vom Priesterseminar entfernt wohnten, in dem Papst Benedikt schlief, waren wir „hautnah“ am Geschehen. Ein paar Fotoeindrücke von diesem Besuch habe ich hier festgehalten: Weiterlesen

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Renovierung Kirche Waffenrod-Hinterrod (1978)

Kirchengestühl von Wolf aus Eisfeld für 1.570 Reichsmark

Eine Abschrift des Schreibens aus dem Turmknopf der Kirche in Waffenrod-Hinterrod, das 1928 eingelegt und von Pfarrer August Schwab unterschrieben wurde. 1978 wurde es zur Renovierung der Kirche aus dem Turmkopf entnommen und kopiert. Weiterlesen

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