Ansprache zur Schulfeier

________________________

Tagebuch vom 27.05.1991
(Festveranstaltung zu 400-Jahre Schule in Crock)

„Es mußte kommen, wie es kommen mußte. Die Schule wollte mich bei den Vorbereitungen nicht dabei haben, also haben Günter Gänsekiel und ich die Festbroschüre gestaltet und ich habe auch mit dem Gemeindekirchenrat den Festgottesdienst mit Gemeindefest vorbereitet.

Dann fragt mich plötzlich der Bürgermeister:
„In der politischen Gemeinde gibt es keinen großen Raum für eine offizielle Festveranstaltung. Sind Sie bereit, die Kirche dafür zur Verfügung zu stellen?“ – „Gern“, habe ich geantwortet, „wenn ich ein Grußwort sprechen darf.“ – „Natürlich dürfen Sie sprechen, Sie sind doch der Hausherr“, war die Antwort des Bürgermeisters. Er konnte nicht ahnen, was er mit dieser Zusage auslösen würde.

Also die Festveranstaltung:

Schulleiter Kautz hält in der voll besetzten Kirche eine lange Rede. Er beginnt mit der Schulgeschichte bei Karl dem Großen. Zu den letzten 40 Jahren hat er nicht viel zu sagen, außer, daß nichts falsch gemacht worden ist, man keine Belehrungen nötig habe und so weiter. Die Genossin Ruth Rotkopf –  die verschärfte, hinterlistige und linientreue Deutschlehrerin der Crocker Schule – trägt „Das Göttliche“ von Goethe vor. Dann Musik und Chor.
Danach gehe ich vor und halte meine Ansprache:

(Zum Lesen Text anklicken.)