Mauerbau an der Crocker Kirche 1987

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Aus meinem Tagebuch:

„…Wir Männer haben in diesem Jahr 1987 wieder eine dankbare Aufgabe. Im Hinblick auf die Jahre 1988 und 1989 macht es sich erforderlich, daß wir die 200 Meter lange Mauer um die Kirche herum wieder in Ordnung bringen müssen. So viel kann ich jetzt schon sagen: das Material, die Technik und auch die „Versorgung“ sind gesichert. Es liegt an Euch, Männer, wie ihr dieses Angebot nutzt. Es wird Zeit, daß die Kirche auch von Außen einen schönen Anblick bietet. Ich rechne mit rund 15 ganztägigen Arbeitseinsätzen, wenn sich alle beteiligen…“ (Auszug Gemeindebrief an alle Haushalte!).

„…Das Material ist „gesichert“ – eine Seltenheit in der DDR. Aber das kam so:
Die Begrenzungsmauer der Kirche ist nicht nur sehr schadhaft, sondern ganze Mauerabschnitte fehlen auch. Die historische Ringmauer ist insgesamt 214 Meter lang. Zugute kam uns aber, daß in Eisfeld zwei Brücken über die Werra abgerissen werden müssen. Sie halten im Ernstfall keinem Panzer stand, der die Brücke passieren müßte. Der zuständige Bauleiter, G.B., ist gleichzeitig auch ehrenamtlich im Gemeindekirchenrat der Kirchengemeinde Crock tätig. Anstatt diese schönen Sandsteine irgendwohin zu bringen, hat er diese direkt zur Kirche nach Crock gefahren. Danke.

In 1.600 Stunden haben dann 110 Crocker die Mauer wieder instand gesetzt. Damit ist ein Wert in Höhe von 30.000,- Ost-Mark geschaffen worden. Jetzt ist der Anblick von Kirche und Mauer wieder eine Augenweide…“ (Auszug Tagebuch).

Im Dorf Crock selbst konnte ich mit einem Plakat für dieses Instandsetzung im privaten Verkaufsladen „Feller“, direkt an der Bushaltestelle, werben: „AUF ZUM MAUERBAU“ und alle Welt rief doch schon: „Die Mauer muss weg“! Da ist der Rat des Kreises, Abteilung Grenz- und Kirchenfragen, wieder einmal aufgeschreckt gewesen.

Auch der Weg wurde gleich mitgestaltet.

Auch der Weg wurde gleich mitgestaltet.

Auch der Weg wurde gleich mitgestaltet.

Auch der Weg wurde gleich mitgestaltet.

Auch der Weg wurde gleich mitgestaltet.

Auch der Weg wurde gleich mitgestaltet.

Ohne Frauen geht in der Kirchgemeinde nichts. Sie haben sich um das Essen, die Getränke und das Saubermachen im Anschluss gekümmert.

Ohne Frauen geht in der Kirchgemeinde nichts. Sie haben sich um das Essen, die Getränke und das Saubermachen im Anschluss gekümmert.

Das war schon ein Stück harte Arbeit!

Das war schon ein Stück harte Arbeit!

Die LPG stellte immer kostenlos Technik zur Verfügung.

Die LPG stellte immer kostenlos Technik zur Verfügung.

Neue Mauerstützen mussten gebaut werden.

Neue Mauerstützen mussten gebaut werden.

Und immer wieder Steine....

Und immer wieder Steine….

Endlich mal kleine Steine....

Endlich mal kleine Steine….

Der harte Kern. Ortspfarrer ganz links.

Der harte Kern. Ortspfarrer ganz links.

Die Erinnerungstafel wurde vom Steinmetzen aus Eisfeld gespendet und an der Mauer angebracht.

Die Erinnerungstafel wurde 1987 vom Steinmetz Kürschner aus Eisfeld gespendet und an der Mauer angebracht.

Mauertafel 2017

Mauertafel 2017

Mauerbruch 2017

Mauerbruch 2017

Mauerbruch 2017

Mauerbruch 2017

Mauerbruch 2017

Mauerbruch 2017

Fotos: JZ